Wer wird Gastgeber für die 25.000 Dauerteilnehmer beim Deutschen Evangelischen Posaunentag 2024: Ulm oder Hamburg? Am Donnerstag haben die Württemberger ihre Bewerbung für die Großveranstaltung vorgestellt. Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) hält seine Stadt für eine überzeugende Gastgeberin. "Wir können das", sagte er.
Czisch wies auf die lange Verbindung Ulms zur Posaunenarbeit hin. Alle zwei Jahre finde um das Münster herum der Landesposaunentag mit zuletzt 13.000 Besuchern statt, 2024 werde es mit dem 50. Landesposaunentag zudem ein Jubiläum geben. Mit Großveranstaltungen wie dem Deutschen Katholikentag, Leichtathletikmeisterschaften und dem Donaufest verfüge Ulm über die nötige Erfahrung.
Der Oberbürgermeister glaubt zudem, dass ein Posaunentag in seiner Stadt "emotionaler" werde, weil die Großveranstaltung "eins mit der Stadt" würde. Hamburg sei zwar eine tolle Metropole, doch wäre dort das Treffen der Blechbläser nur eine Veranstaltung unter vielen. Alles spreche für Ulm, so Czisch.
Das sieht der Dekan des evangelischen Kirchenbezirks, Ernst-Wilhelm Gohl, ähnlich. Posaunenarbeit sei in Ulm verwurzelt. "Da fliegt nicht etwas ein und ist nachher wieder weg", sagte er. Es fördere das Selbstbewusstsein und sei ermutigend, wenn sich die Posaunentagsbesucher in der Ulmer Innenstadt als gemeinsame Größe erlebten.
Albrecht Schuler, Landesreferent Posaunenarbeit beim Evangelischen Jugendwerk in Württemberg sowie Projektleiter der Landesposaunentage in Ulm, sagte, dass es in Deutschland rund 100.000 Mitglieder in Posaunenchören gebe. Beim Posaunentag in Dresden 2016 habe aufgrund der Größe der Stadt die persönliche Begegnung gefehlt - alles sei zu weitläufig gewesen. "Das wird in Ulm anders werden", versprach Schuler.
In Dresden kamen 33.000 Besucher zur Schlussveranstaltung, acht Jahre zuvor in Leipzig bei der ersten Veranstaltung dieser Art mehr als 20.000. Der Termin für 2024 steht noch nicht fest, voraussichtlich wird das weltweit größte Treffen von Posaunenchören Ende Mai oder Anfang Juni stattfinden. Der Evangelische Posaunendienst in Deutschland wird am 24. März in Hohenwart bei Pforzheim bei seiner jährlichen Delegiertenkonferenz über den Veranstaltungsort entscheiden.
Quelle: Evangelischer Pressedienst (epd)