Der internationale Missionsrat der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) hat die Förderung von insgesamt 59 Projekten der EMS-Mitgliedskirchen in neun verschiedenen Ländern beschlossen. Den Projekten werden 2017 und 2018 jährlich insgesamt 1,531 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
„Unsere Mitgliedskirchen in Afrika, Asien und dem Nahen Osten haben viele neue Projekte zum christlich-muslimischen Dialog, zu nachhaltiger Entwicklung und zur Qualifizierung von Laien für kirchliche Aufgaben vorgelegt“, sagt Christine Grötzinger, Leiterin des Fachbereichs Projektförderung der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS). „In wirtschaftlich aufstrebenden Ländern wie China und Indonesien engagieren sich die Kirchen außerdem zunehmend in der Begleitung und Pflege älterer Menschen, die nicht mehr innerhalb der Familien versorgt werden, und in Förderprogrammen für die armen städtischen Schichten.“
Der 17-köpfige internationale Missionsrat der EMS, der vom 8. bis 11. Juni in Hofgeismar tagte, beschloss die Förderung von insgesamt 59 Projekten der EMS-Mitgliedskirchen in neun verschiedenen Ländern. Den Projekten werden 2017 und 2018 jährlich insgesamt 1,531 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
„Ein großes Thema, nicht nur im Nahen Osten, ist der Dialog mit dem Islam und die Frage nach christlichem Leben und Zeugnis in Regionen mit muslimischer Nachbarschaft“, sagt Pfarrerin Dr. Kerstin Neumann, Leiterin der Abteilung Mission und Partnerschaft. „Gerade in diesen Regionen evangelisieren viele Organisationen mit teilweise sehr unterschiedlichen Ansätzen. Der Missionsrat fordert deshalb die EMS-Gemeinschaft auf, sich eigene Richtlinien für die Evangelisationsarbeit in diesem Kontext zu geben.“
Ab 2017 startet außerdem die Vernetzung der geförderten Projekte, um den Verantwortlichen den Aus-tausch von Erfahrungen und erfolgreichen Projektansätzen zu ermöglichen. Zur Sondierung ihrer Interessen und Wünsche wurde Anfang 2016 eine Facebook-Gruppe eingerichtet, in der Projekte der Gemeinschaft vorgestellt werden und Projektträger aus Arbeitsfeldern wie der HIV/AIDS-Bekämpfung, der kirchlichen Jugendarbeit und der Mikrokreditvergabe erste Fragen und Ideen austauschen können. „Auf einem internationalen Forum im März 2017 können sich alle interessierten Projektpartner treffen und über die Arbeit anderer informieren. Wir wollen dort themenbezogene Netzwerke initiieren, den Austausch von Wissen und Personal anbahnen und hoffentlich viele weitere Ideen entwickeln“, erläutert Grötzinger.