Speyer/Stuttgart. Der württembergische Landesbischof July war bei der Evangelischen Kirche der Pfalz zu Gast. Es ging vor allem um Ökumene - sowohl zwischen evangelischer und römisch-katholischer Kirche als auch zwischen den verschiedenen evangelischen Kirchenbünden.
Zwei Tage lang war Frank Otfried July zu Besuch in Speyer bei der Evangelischen Kirche der Pfalz. Dabei weilte July weniger in seiner Funktion als württembergischer Landesbischof, sondern vor allem als Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes.
Sein Gastgeber, der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad, ist nicht nur leitender Theologe der rund 515.000 Mitglieder zählenden Landeskirche: Er ist gleichzeitig Vorsitzender der Union Evangelischer Kirchen in Deutschland.
So ging es in den Gesprächen zwischen Präsident und Bischof vor allem um Ökumene: Sie betonten mit Blick auf die innerprotestantische Ökumene den Wert der unterschiedlichen Traditionen innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD); jene seien „wechselseitige Bereicherung und Ergänzung“.
Andererseits diskutierten Schad und July über das Verhältnis der evangelischen zur römisch-katholischen Kirche - und sahen Fortschritte: Neben den bereits lange bestehenden bilateralen Kontakten zwischen dem Lutherischen Weltbund und dem Vatikan gebe es seit einiger Zeit zusätzlich dazu eine Konsultationsebene zwischen der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa einerseits und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen andererseits.
Nun gelte es, „die unterschiedlichen ökumenischen Gesprächsebenen nicht gegeneinander auszuspielen“, sondern sie „positiv aufeinander zu beziehen und die Konsultationen sinnvoll zu vernetzen".
Die Union Evangelischer Kirchen in der EKD ist ein Zusammenschluss von zwölf Landeskirchen unierten, reformierten und lutherischen Bekenntnisses in der EKD. Die UEK hat rund elf Millionen Kirchenmitglieder.